FUTURE-SHIP
gewinnt Sachsen Sail 2002
 

Kooperationen mit Englischen Gastgebern vereinbart

Nach 6 Tagen auf See hat das FUTURE-SHIP Sedov als erstes Schiff im Rennen um den Pokal der Sachsen Sail die Ziellinie überquert. Nach Ende der Schlussetappe von Chatham, England, nach Hamburg verwies die Sedov die für Leipzig segelnde Kershones und die für Dresden gestartete Svan van Makkum auf die Plätze.

Das als FUTURE-SHIP in die Regatta gestartete russische Segelschulschiff hatte nicht nur in der sportlichen Wertung das bessere Ende für sich. Die an Bord vertretene Mischung aus Studenten, Unternehmern und Wissenschaftlern lag auch bei der Anbahnung von Kontakten zwischen den sächsischen Universitäten und den Vertretern der Universitäten von Greenwich und Kent an der Spitze.

Beim Empfang der Teilnehmer des Programms FUTURE-SHIP durch die Vertreter der englischen Universitäten wurden durch den Kanzler der Universität Leipzig, Peter Gutjahr-Löser, Partnerschaften und der Austausch von Studenten mit den Gastgebern vereinbart.

Im November wird der Prorektor der Universität Kent, David Nightingale, Leipzig besuchen um die Einzelheiten einer vertieften Zusammenarbeit mit den sächsischen Universitäten zu besprechen. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Zahl der englischen Studenten, die bisher in Leipzig studieren, gesteigert werden muss. Von 2000 ausländischen Studenten an der Universität Leipzig kommen nur ganze 14 aus Großbritannien.

Großes Interesse besteht seitens der englischen Partner an einer Kooperation in den naturwissenschaftlichen Bereichen. Ingenieurswissenschaften, Pharmazie und Umwelttechnik werden als Fachrichtungen für einen Austausch von Studenten und Doktoranden präferiert.

Als Projekt mit Zukunft wird das FUTURE-SHIP auch im nächsten Jahr für die sächsischen Universitäten und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes ins Rennen gehen. Der Erfolg der ersten Teilnahme an der Sachsen Sail hat die Organisatoren bestätigt. Für die Fortschreibung der Idee setzen die Veranstalter auf eine Intensivierung des Wettbewerbsgedankens. Prämierte Studenten, Jungunternehmer und angehende Wissenschaftler sollen schon im Vorfeld der Regatta gezielt ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen werden.

"Wichtig war in diesem Jahr, dass das FUTURE-SHIP auf Fahrt geht", so Toralf Keßler von der Leipziger Agentur S-WOK, die das FUTURE-SHIP an den Start brachte. "Dass es beim ersten Mal schon handfeste Ergebnisse gibt, freut uns besonders."


Dass zu den fruchtbaren Kontakten mit der englischen Wachstumsregion Medway noch der Erfolg beim Rennen um den Pokal der Regatta kam, hat einer guten Idee und dem privaten, bürgerschaftlichen Engagement in Sachsen enormen Auftrieb gegeben.